AKTUELLES

Samstag: Jugendtanz, Kinderrätselreise, Piano solo, Mozartmesse, Jazz und Orgelfinale
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Raik Harder
Foto: Raymond Jarchow

Programm am Samstag, 21. Juni 2014

St. Marien, 10.00 Uhr
Geistliche Morgenmusik
Eintritt frei, Einführung in die Bachkantate: 9.45 Uhr

Das Bild des "Guten Hirten" beherrscht die Kantate "Erwünschtes Freudenlicht" (BWV 184) ganz und gar, schon im einleitenden Rezitativ. Albert Schweitzer hat seine helle Freude an Bachs bildhafter musikalischer Gestaltung dieses Motivs: "Bach wäre nicht er selbst, wenn er zu diesem Rezitativ nicht die rufende Flöte des Hirten erschallen ließe. Sie erklingt in Unterbrechungen, als wandle dieser auf ferner Höhe einher, so dass man sein Blasen nur in abgerissenen Stücken vernimmt."

Dom St. Nikolai, 12.00 Uhr
Macht, Gier, Verrat - Macbeth - Frei nach Shakespeare
Tanzprojekt
Restkarten an der Tageskasse

Im fünften Jugend-Tanz-Projekt der Greifswalder Bachwoche unter Leitung der Choreographin Sabrina Sadowska nehmen die Jugendlichen die Herausforderung auf und setzen sich in Tanz und Wort mit der Shakespeare'schen Tragödie auseinander. Für die Jugendlichen ist es eine intensive Begegnung mit klassischer Musik und mit den eigenen Möglichkeiten tänzerischen Ausdrucks im Zusammenspiel mit einem "echten" Orchester - dazu auf großer Bühne im imponierenden Raum des Greifswalder Doms.

Lutherhof, 15.00 Uhr
Wo ist der Ton versteckt?
Eintritt frei

Zu einer kleinen Rätselreise nimmt Instrumentenbauer Markus Worm die Kinder - und natürlich auch Erwachsene - in die mehr oder weniger geheimnisvolle akustische Welt eines Flügels mit. Zum Mitraten, Mitteilen oder einfach Mitlauschen wird herzlich eingeladen!

Aula der Universität, 16.00 Uhr
Klavierkonzert - Bach und "Die Drei"
Restkarten an der Tageskasse

Drei unterschiedliche Gattungen der Instrumentalmusik Mozarts, Beethovens und Schuberts werden jeweils in c-Moll ("drei" Vorzeichen!) präsentiert. Den Rahmen bilden "Tripel"-fugen aus dem Wohltemperierten Klavier von Johann Sebastian Bach. Das Besondere: Der Pianist Raik Harder musiziert nicht nur, er erläutert auch Verborgenes in den Klavierwerken. Kleine Kostprobe: Im Notenbild von Bachs Fuge in cis-Moll sind die drei Personen Gottes versteckt: Verbindet man die vier Noten des ersten Themas, bilden sie ein schräges liegendes Kreuz, das bedeutet Christus; das zweite, sehr lebhafte Thema stellt den Heiligen Geist dar, das dritte den Schöpfer: Es hat sieben Töne, genau die Zahl der Schöpfungstage!

Lutherhof, Martin-Luther-Straße 8, 18.00 Uhr
Mitsingeprobe
Teilnahme kostenlos

Gelegenheit zum Mitproben und Mitsingen der Bachkantate im Festgottesdienst am Sonntag.

Dom St. Nikolai, 20.00 Uhr
Bach und "Die Drei"
Chorkonzert
Domchor, Kammerchor Greifvokal, Solisten, Orchester
Restkarten an der Abendkasse

"Mirjams Siegesgesang" ist im Zweiten Buch Mose zu finden. Die Schwester des Mose stimmt den Jubelgesang über die Rettung an: Gott hat das Volk Israel trockenen Fußes durch das Rote Meer geführt, die verfolgenden Ägypter mit dem Pharao an der Spitze hat das Meer verschlungen. Der Dichter Franz Grillparzer hat diesen Siegesgesang nachgedichtet, Franz Schubert wiederum dieses Gedicht in Töne gesetzt. Mozarts "Vesperae solennes de Confessore" kommen in festlichem Musikgewand ("solennes") mit Pauken und Trompete daher, dazu gibt es Beethovens Loblied "Die Ehre Gottes aus der Natur" und eine außergewöhnliche Kantate Bachs, die vermutlich als Rahmen für eine universitäre Professoren-Rede zu Weihnachten entstand.

St. Jacobi, 22.00 Uhr
Klassik-Jazz
Restkarten an der Abendkasse

Das Weimarer Jazz-Trio legt sich nicht auf einen Stil fest, pflegt vielmehr swingendes Livespiel von Jazzstandards nach den geliebten Jazzlegenden wie Erroll Garner, Oscar Peterson und Eugen Cicero ebenso wie Klassikjazz - inklusive Johann Sebastian Bach.

Dom St. Nikolai, 24.00 Uhr
Orgelkonzert
Restkarten an der Abendkasse

Den Reigen der Orgel-Triosonaten der vorhergehenden Nacht-Konzerte schließt die Sonate in d-Moll ab - mit je drei Stimmen in drei Sätzen. In zahllosen Stücken verwendet Bach drei Stimmen, dreiteilige Motive oder Taktarten, um die Dreifaltigkeit von Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist symbolisch in Musik zu übersetzen. Als prachtvollstes Beispiel dieser Bemühungen bringt Organist Matthias Schneider neben weiteren Orgelwerken die Tripelfuge in Es-Dur zu Gehör, die den dritten Teil von Bachs "Clavier-Übung" abschließt. Albert Schweitzer hat das plastisch beschrieben: "Die erste Fuge ist ruhig und majestätisch, von einer absolut gleichmäßigen Bewegung getragen; in der zweiten tritt das Thema in einer Verhüllung auf und wird nur zuweilen in seiner wahren Form kenntlich, als sollte dadurch angezeigt werden, dass das Göttliche irdische Gestalt annahm; zuletzt, in der dritten, zieht es in einem Sturme von Sechzehnteln dahin, als führe das pfingstliche Sausen und Brausen vom Himmel einher."

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