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Mittwoch: Loriots "Peter und der Wolf", russische Sakralmusik und russische Köstlichkeiten
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Andrej Kotov
Leiter Ensemble "Sirin"

Das wird eine fröhliche Atmosphäre in den beiden Kinderkonzerten am Mittwoch um 11.30 Uhr und um 15 Uhr im Dom St. Nikolai! Traditionell sind die Kinderkonzerte der Bachwoche Ziel von Schulklassen und Kindergruppen aus der Umgebung. Diesmal wird es besonders heiter. Dafür sorgt nicht nur das legendäre musikalische Märchen für Kinder "Peter und der Wolf" von Sergej Prokofjew, das auf höchstem musikalischem Niveau dargeboten wird: Vom UniversitätsSinfonieOrchester unter Leitung von UMD Harald Braun, den Domkinderchören und dem Kinderchor St. Marien.

Zusätzlicher Reiz: In der ungewohnten Rolle als "Sprecher" trägt der Künstlerische Leiter der Greifswalder Bachwoche, KMD Prof. Jochen A. Modeß, den Prokofjewschen Erzählungs-Text in der deutschen Fassung Loriots vor! Klar, dass diese Fassung um viele humorvolle Details im typischen Loriot-Stil erweitert ist! Die Preise der Kinderkonzerte sind übrigens traditionell familienfreundlich: Jede Karte kostet ganze 3 Euro! Hier danken wir in besonderer Weise der Sparkasse Vorpommern - "Offizieller Förderer der Greifswalder Bachwoche" - für ihre Unterstützung!

Im Programmheft der 64. Greifswalder Bachwoche gibt es Außergewöhnliches mitzulesen: Seitenlang stehen sich russische Texte (in kyrillischen Schriftzeichen!) und ihre deutschen Übersetzungen gegenüber: Blascheni mirotworzij, jako tij sinowje boschij narekutsja...", "Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen." Geistliche Gesänge des alten Russlands erklingen im Konzert des Moskauer Ensembles "Sirin" am Mittwoch, 16 Uhr, in der Jacobi-Kirche. "Sirin" ist in der slawischen Mythologie der Paradiesvogel, der die Menschen mit seinem bezaubernden Gesang betört. So betörend und berührend der Gesang des fünfzehnköpfigen Ensembles aus Frauen und Männern auch sein mag - mit dem üblichen Kosaken-Kitsch hat ihr Programm (16 Uhr, St. Jacobi) nichts gemein! Das liegt an der jahrelangen Erforschung russischer Folklore durch den Leiter Andrej Kotov, zu der er sich bis in die fernsten Winkel Russlands aufmachte, wo sich alte Traditionen noch erhalten haben. "Sirins" Repertoire beinhaltet sowohl östliche Gesänge des 15. bis 18. Jahrhunderts als auch neue Kompositionen zu religiösen Themen - vom düsteren, feierlichen Stil der russischen Altgläubigenkirche bis hin zu den ergreifenden Liedern der Pilgerbewegung und zu jubelnden Ostergesängen der orthodoxen Liturgie. Das Konzert wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

Und wer noch mehr Appetit auf russische Spezialitäten hat, kommt beim Begegnungsabend "Bach und Russland" ab 20 Uhr im Dom St. Nikolai auf seine Kosten. Ein reichhaltiges musikalisches Programm mit bekannten Bachschen und russischen Kompositionen in teilweise ungewöhnlicher Instrumentierung (Blechbläserensemble) und mit der Weltpremiere des nichts ganz ernst gemeinten "Moment Musical" "Bach meets Russia". Mitwirkende u.a.: "Miss Bildung" (Mezzosopran) und "Gorbi" (Bariton). In der Pause gibt es kulinarische russische Köstlichkeiten.

1. 6. 2010 gez. R. Lampe

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