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Rund 10.000 Gäste bei Veranstaltungen der 67. Greifswalder Bachwoche - Abschluss mit zwei großen Chorwerken italienischer Komponisten
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Blick in den Dom St. Nikolai bei der Geistlichen Morgenmusik.
Am Pult: KMD Prof. Jochen A. Modeß
Foto: Rainer Neumann

Das Bachwochenende setzte mit zwei großen geistlichen Chorwerken italienischer Komponisten am Samstagabend (Verdis "Requiem") und Sonntagabend (Monteverdis "Marienvesper") einen doppelten Höhepunkt dieser Bachwoche unter dem Titel "Bach und Italien". Erneut kamen rund 10.000 Besucher zu den 23 Konzerten, sieben Gottesdiensten, vier Mitsingprojekten, drei Vorträgen und fünf "Meditativen Mitternachtsmusiken". Der Künstlerische Leiter der Greifswalder Bachwoche, KMD Prof. Jochen A. Modeß, kann eine erfolgreiche Bilanz ziehen: "Der große Zuspruch hält unvermindert an. Das Konzept und die Mischung der Greifswalder Bachwoche sind in dieser Art einmalig. Das Thema 'Bach und Italien' weckte lebhaftes Interesse an den italienischen Wurzeln von Bachs Musik. Und mit dem erfolgreichen zweiten Gesangswettbewerb cantateBach! wurde auch der internationale musikalische Nachwuchs ein Stück mehr mit der Greifswalder Bachwoche verbunden."


Erneut erfreulich hoch war die Zahl der Besucher der sechs Geistlichen Morgenmusiken bzw. des Festgottesdienstes im Greifswalder Dom und in der Marienkirche mit täglich 300 bis 500 Menschen. Auch das liturgische Nachtgebet am Donnerstagabend um 22 Uhr war mit ca. 200 Teilnehmern sehr gut besucht. Ebenso waren die 23 kartenpflichtigen Konzerte überaus gefragt. An der Spitze lagen die Aufführungen der großen Chorwerke, die "Jesusvesper" am Montag, (unter Mitwirkung von Preisträgern des Gesangswettbewerbs cantateBach!), das "Verdi-Requiem" am Samstag und die "Marienvesper" am Sonntag im Dom St. Nikolai mit jeweils ca. 700 Besuchern, dazu das Sinfoniekonzert am Donnerstag mit ebenfalls ca. 700 Besuchern. Etwa 500 kamen am Freitagabend zur "Großen Kammermusik" im restlos besetzten Kirchenraum von St. Jacobi. Das Tanzprojekt "Aeneas - Flucht nach Italien" zog rund 400 - vorwiegend junge - Menschen an, um die 400 kamen zum traditionellen Begegnungskonzert am Dienstagabend, das den feierlichen Rahmen für die Verleihung der Bugenhagen-Medaille an KMD Prof. Annelise Pflugbeil bildete. Der Cembalo-Abend mit Andreas Staier zog rund 300 Zuhörer an. Auch die exzellenten weiteren Kammerkonzerte in der katholischen Propsteikirche St. Joseph, in den Kirchen von Greifswald-Wieck sowie von Sassen und Görmin und in der Aula der Universität waren mit durchschnittlich 200 Gästen sehr gut besucht. Ebenfalls viele - meist kleine! - Gäste hatten die beiden Kinderkonzerte. Das Konzert des Rostocker Motettenchors in St. Marien am Samstagnachmittag hatte 400 Zuhörer, ebenso das jazzige Spätkonzert "Falk Sons - Celebrate Bach" am späten Samstagabend. Zu den fünf meditativen Mitternachtsmusiken kamen durchschnittlich jeweils rund 50 Besucher in den Dom, etwa 150 fanden sich Samstagnacht zum Mitternachts-Orgelkonzert ein.


Die Zahl der mitwirkenden Menschen in Chören, darunter der Greifswalder Domchor, der Kammerchor des Instituts für Kirchenmusik und Musikwissenschaft, der Kammerchor Greifvocal, das FrauenChorEnsemble St. Nikolai, die Kantorei St. Marien, der Rostocker Motettenchor, die Kantorei Demmin, dazu Jugend- und Kinderchöre, Tanzensembles, Solisten, Instrumentalisten, Orchester - u.a. das Kammerorchester der Komischen Oper Berlin und das Philharmonische Orchester Vorpommern - ist unüberschaubar: Allein etwa 200 singende und musizierende Menschen wirkten und wirken jeweils bei den beiden Abendkonzerten am Samstag und Sonntag mit, rund 300 Teilnehmer hatten die Kantaten-Mitsing-Projekte. Die Greifswalder Bachwoche ist damit auch ein großes, regelmäßig stattfindendes Chorfest!


Die 68. Greifswalder Bachwoche wird vom 16. bis zum 22. Juni 2014 stattfinden. Unter dem Motto "BACH und DIE DREI" kommen architektonische und musikalische Bezüge in den Blick. Neben den drei Hauptkirchen Greifswalds als angestammte Bachwochen-Spielorte geht es musikalisch um Bachs große Komponistenkollegen Mozart, Schubert und Beethoven.

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