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Bachwochendienstag, 5. Juni 2018: Von Morgenmusik bis Mitternachtskonzert
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BRASSCUSSION
Leitung: Reinhard Toriser

Gregorianisches Morgenlob, Debüt-Morgenmusik, Konzertreise ohne Vogelgrippe, Prüfungs-Chorkonzert, BRASSCUSSION, Mitternachts-Mendelssohn

"Morgenlob" - Ganz früh am Tag steht um 8 Uhr für Liebhaber des gregorianischen Gesangs das gregorianische Morgengebet in St. Spiritus, zu dem die "Gesellschaft zur Förderung der Greifswalder Bachwoche" wieder im Rahmen auch dieser Bachwoche einlädt.

Geistliche Morgenmusik: Der scheidende Bachwochenleiter, KMD Prof. Jochen A. Modeß, wird nicht müde zu betonen, dass die täglichen Geistlichen Morgenmusiken, jeweils morgens um 10 Uhr, im Dom St. Nikolai (Samstag in St. Marien), das "Herzstück" jeder Greifswalder Bachwoche sind. Auch diesmal wird wieder von Dienstag bis Sonntag jeweils eine Kirchenkantate Johann Sebastian Bachs mit Solisten, Chor und Orchester aufgeführt. Eintritt selbstverständlich kostenlos, denn die "Geistlichen Morgenmusiken" sind Gottesdienste mit Lesung, Predigt, Gebet, Segen sowie Gemeindeliedern und Orgelvor- und Orgelnachspiel, die den Bachschen Kantaten ihren ursprünglichen liturgischen Ort zurückgeben. Die erste Bach-Kantate dieser Bachwoche ("Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut" BWV 117) erinnert an das Dirigenten-Debüt des Bachwochenleiters, denn diese war auch Gegenstand seiner "allerersten Bachkantaten-Aufführung noch vor Studienzeiten."

Die - leider ausverkaufte! - Dorfkirchenkonzertreise führt diesmal zum Friedrich-Loeffler-Institut - Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit - auf der Insel Riems, wo die Teilnehmer neben einer Führung über das normalerweise nicht zugängliche Gelände im Konzert "Der Ruf der Vögel" um 12 Uhr und 15 Uhr Vogelmotive in der Musik des Barock bis zur Moderne miterleben können. Nein, die Vogelgrippe kommt nicht vor, wohl aber der tragische Tod eines Canarins", der Georg Philipp Telemann zur "Trauermusik eines kunsterfahrenen Canarienvogels" inspirierte.

In der Kapelle Jarmshagen, dem zweiten Konzertreiseort, erklingen um 12 und 15 Uhr Werke für Violine solo von Bach und Telemann. Solo notwendigerweise, denn die dem Wohnort des Bachwochenleiters zunächst liegende Dorfkirche ist die wohl allerkleinste der Gegend!

Um 18 Uhr nimmt das erste Mitsingprojekt mit der Mitsingprobe seinen Anfang. Ort: Der im letzten Jahr sanierte Lutherhof, Martin-Luther-Straße 8 (Achtung! Wegen Straßenbauarbeiten Zugang nur von der Bahnhofstraße aus!). Seit Jahren reisen Bachwochen-Besucher auch von weither extra für diese Mitsingprojekte an! Mit etwas Chor-Erfahrung kann jedermann bei den Bachkantaten der Geistlichen Morgenmusiken und des Festgottesdienstes mitsingen. Nach einer abendlichen Probe mit Prof. Modeß gibt es die Gelegenheit, am nächsten Morgen im Projektchor gemeinsam mit hervorragenden Solisten und den Musikern des Kammerorchesters der Komischen Oper Berlin die Kantate des Tages aufzuführen.

Das abendliche Chorkonzert "Bach - Mozart - Mendelssohn" um 20 Uhr in St. Nikolai bietet neben Bachs prächtigem Himmelfahrtsoratorium (BWV 11) Mozarts berühmtes Requiem und Mendelssohns opulent vertonten 95. Psalm. Auch für den scheidenden Hochschullehrer Prof. Jochen A. Modeß ein besonderer Moment: Mit diesem Konzert legen drei Studierende des Aufbaustudienganges Chorleitung einen Teil ihres Examens ab.

Vor zehn Jahren feierte das Schlagwerk- und Blechbläserensemble BRASSCUSSION Premiere. In diesem Jahr feiert BRASSCUSSION seinen zehnten Geburtstag mit einem Jubiläums-Programm (St. Jacobi, 22 Uhr). Zu hören sein werden unter der Leitung des BRASSCUSSION-Gründers Reinhard Toriser, Solo-Pauker der Komischen Oper Berlin, Höhepunkte aus den Programmen der letzten zehn Jahre; darunter "Die Bilder einer Ausstellung" (Modest Mussorgsky) in der Fassung von Michael Allen, aber auch eine Neukomposition "4 Szenen für Trommelquartett" eines der Gründungsmitglieder, des Schlagzeugers und Komponisten Daniel Tummes.

Im Dom St. Nikolai gibt es um 24 Uhr die allmitternächtliche "Meditative Musik zum Tagesausklang" mit der Orgelsonate c-Moll für Orgel op. 65, Nr. 2 MWV W 57 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Es spielt der Kantor an St. Jacobi, Wilfried Koball.

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